BLUES CORPORATION since 1967
Home
NEWS
Fotoalbum
Repertoire
Konzerte
Gescherr
Gitarren
Elektronik
Lautsprecher
MARQUIS Stack 4x12
Die 15er
Die 12er
Tipps
Links
Gästebuch
Kontakt
Impressum
Disclaimer
Sitemap

Die 12er sind die Brot-und-Butter Gitarrenlautsprecherchassis

Das nahezu unüberschaubare Angebot an "12er" Gitarrenlautsprechern wird dominiert von Celestion. Ich muss gestehen, ich hatte schon immer grosse Antipathie für die Grossmäuligkeit und den Alleinstellungsanspruch der Briten für ihre Billigchassis, die mit galloppierendem Hype zu hemmungslos überteuerten Preisen den unwissenden Musikern untergejubelt (sic) werden, nur weil einige Jahre der Classic Rock Era diverse Rockgrössen damit unterwegs waren - was die in den Studios zum Einspielen ihrer legendären Alben benutzt haben bleibt meist schamhaft verschwiegen.

Für mich, wie viele, viele andere ältere Musiker waren JBL, FANE, ATLAS, CTS, Eminence und ja, auch Isophon weit bessere, vielseitigere Alternativen - allen voran die alten Alnicos.

 

    

 

Da gerade bei den archetypisch hinten offenen Combos die Soundfülle wesentlich von der Tieftonfähigkeit des eingesetzten 12ers abhängt, sind Chassis mit ausgeprägten Peaks um 4KHz (praktisch alle Celestions) eher nervig, erst recht mit viel Distortion - nicht umsonst ist dies die Domäne der 412er.

Deren Einsatz auf grossen Bühnen mit mehr Abstand benötigt diese Peaks zur Durchsetzungsfähigkeit, da deutliche Frequenzauslöschungen / Interferenzen die Hochtonwiedergabe stark einschränkt. 412er sind "Mittenhupen", erst recht mit Celestion 'Vintage 30' -Bestückung.

Will man mit Combos unter Verzicht auf den typischen "Honk Sound" den Druck und die Fülle einer 412er erreichen, sollte das Gehäuse zwei Vorraussetzungen mitbringen: eine Mindestgrösse, z.B. Fender Hot Rod Deluxe oder Peavey Classic 30/50 und Chassis-Front-Montage (nicht unbedingt, aber besser). Dann kann eine Rückwand eingesetzt werden und ein oder zwei Reflexlöcher in die Frontplatte. Das ergibt zwar keine korrekt berechnete sog. Thiele-Box, aber der Soundgewinn ist schon beachtlich! Hier ein gutes Beispiel: 

CARVIN XV112, modifiziert und mit Dämpfungspads

 

 

 

An dieser Stelle möchte ich eine Klarstellung zu den gerade von Mesa Bogus in Winz-Combogehäusen eingesetzten ElectroVoice E12L andienen - 'they fucking suck'! Sprich:

Diese PA-12er mit Giganto-Magnetantrieben sint ganz tolle LS-Chassis - aber absolut idiotisch verbaut, weil ungeeignet in direkter Nähe zu magnetischen Eisenblechen, wie zu finden in jeder Verstärkerröhre. Die damit durchmagnetisierten Röhren verändern ihre Idealparameter drastisch zum Negativen, was vor Allem die Impulsverarbeitung deutlich beeinträchtigt. Klare, dynamische Clean sounds - unmöglich. Der Rest vergleichsweise blutarmer Distortion-Matsch.

Zudem für Gitarre wesentlich besser geeignet die Ausführung E12S war, weil mit steilerem Membrankonus die Höhenwiedergabe mess- und hörbar zulegen konnte. Leider teurer, weil in geringeren Stückzahlen produziert. Und Mesa boogie konnte immer schon hart kalkulieren ;-))

Beide Chassis können viel, viel mehr! Auch in kleinen Gehäusen. Alleine.

 

Neben den gerade bei Bluesern fast ausschliesslich betriebenen 12er-Combos gibt es die m.E. weit bessere, weil flexiblere Lösung: Verstärker-Topteil und Lautsprecher! Je nach Grösse des Auftrittsortes und je nach Einsatzzweck - Wohn-/Musikzimmer, Proberaum, Studio, Kneipen- oder Freilichtbühne darf die Grösse des Schallwandlers variieren; mein Grundsound aus dem Amp mit Gainstufen, Hall und Tremolo ist immer der gleiche. Hier meine Auswahl: 12er + 10er

.

Von Mitte (die links aussen sind mit 15ern bestückt) oben im Uhrzeigersinn:

- Eminence VETERAN 75 - ein tolles 12er Chassis noch aus 1998, leider vor Jahren eingestellt

- Eminence LEGEND 10 - ein klasse Alnico Chassis, hier mit "Glocke" (bell back), und unten

- FANE 10-80 von 1974 im sog. Thiele-Gehäuse - der kleine drückt mächtig!

- FANE 12-80 von 1971 in einem alten Dynacord-PA-Gehäuse mit Henkelgriffen.

 

 

to Top of Page